Freitag, 25. Juni 1943

  • Tagebucheintrag, Buch 19618

    . Wenig geschlafen, aber noch von dem guten slowenischen Wein angenehm betäubt. Packte schnell ein. Duschka kümmert sich nur noch um ihre Serben. Zum Glück kam Klićković und trug mir das Gepäck. Begleitete mich zum Anhalter Bahnhof. Schönes Gespräch über das Verhältnis von Raum, Recht und Plan, die Idee von Conde, als Mittel der idealtypischen Ordnung der Erscheinungsform einer politischen Einheit. Bekam noch einen Platz und fuhr ab. Die Reise nach Frankfurt war nicht anstrengend, las Mackinder; A seaman's point of view, mit großem Interesse, gut, daß ich mein Land und Meer schon geschrieben habe. Schöne Fahrt durch Gießen, Hünfeld und Fulda, langweilige Gesellschaft

    im Zug. Die Rede von Dietrich, dem Pressechef, über den europäischen Geist.⁠ Um 8 pünktlich in Frankfurt. Trug meinen Koffer zur Westendstraße, Frau von Schnitzler war noch im Konzert. Rasierte mich, ruhte aus, dann mit Fräulein Gehl im Garten gewartet. Schnitzler kam mit seiner Frau, wir aßen zusammen zu Abend, ich erzählte von Madrid, von Spanien, Frau von Schnitzler war sehr müde, ich gab ihr meine Schachtel Pralinen aus Madrid als Geburtstagsgeschenk. Mit Schnitzler noch eine Flasche Enkircher und Sliwowitz getrunken, über die Lage, die Abteilung P,⁠ seinen Namen in der Reutermeldung,⁠ bis nach 12. Hatte das Gefühl, daß ich lächerlich wie ein Rheinländer aussehe. Geil ins Bett, dachte daran, ob ich Hella am Montag mit in das Professorenzimmer der Aula nehmen soll. Grauenhaft.

    Freitag, 25/6 43. Wenig geschlafen, aber noch von dem guten slowenischen Wein angenehm betäubt. Packte schnell ein. Duschka kümmert sich nur noch um ihre Serben. Zum Glück kam Klićković und trug mir das Gepäck. Begleitete mich zum Anhalter Bahnhof. Schönes Gespräch über das Verhältnis von Raum, Recht und …

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