Montag, 28. Juni 1943

  • Tagebucheintrag, Buch 19618

    . Schlechte Gehirnverfassung, Ohrenziehen, scheußlich, todmüde, nicht richtig erfrischt. Erst um 10 aufgestanden. Ließ Hella, die anrief, sagen, ich sei nicht zu Hause, sie soll morgen wieder anrufen. Schöner Kaffee, Vorlesung über Volkszugehörigkeit schnell vorbereitet, noch im Seminar, sah Diener, der mir wie im Traum die Hand gab, sodaß ich mich ärgerte. Gute Vorlesung. „Ihr Carl Schmitt aus Plettenberg im Sauerland will nicht wissen was für .“ Nachher mit Heinz Popitz seinen Vater abgeholt und mit diesem im Wagen nach Hause. Erzählte ihm von Schnitzler (scheinbar ein bonvivant). Nach dem Essen geschlafen. Um 5 kam Medem, brachte 6 Flaschen Wein, rührend, Butter und Wurst. Wir tranken zusammen guten Kaffee und plauderten über die SS. Frank wieder auf der Höhe, sieht auch er die allgemeine Verwaltung; die Evakuierung des Ghettos von Warschau.

    Blieb zum Abendessen, schöner slovenischer Wein; Appel war auch da. Erzählte von der Schlacht im Warschauer Ghetto; das wird ein Mythos.⁠ Günther Schwartz schrieb auch davon.⁠ Medem⁠ ging um ½ 8 und will zum Geburtstag wiederkommen. Nach dem Essen Rehfelds Examensarbeiten. Mit Duschka noch ein Spaziergang durch den Park. An den toten Hahm gedacht. Müde zu Hause. Kann nicht mehr nach Plettenberg gehen. Völlig einsam und isoliert. Sehnsucht nach Hause.

    Montag, 28/6 43. Schlechte Gehirnverfassung, Ohrenziehen, scheußlich, todmüde, nicht richtig erfrischt. Erst um 10 aufgestanden. Ließ Hella, die anrief, sagen, ich sei nicht zu Hause, sie soll morgen wieder anrufen. Schöner Kaffee, Vorlesung über Volkszugehörigkeit schnell vorbereitet, noch im Seminar, sah Diener, der mir wie im Traum …

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