Sonntag, 5. September 1943

  • Tagebucheintrag, Buch 19618

    . Nachts Traum von Torzsay-Biber, Hölderlin, dann Reise mit Leuten vom Auswärtigen Amt, Möbel und Akten werden verschickt. Müde, schönes Frühstück; herrlicher Spaziergang in der Sonne mit Jup, nachher Kersmecke, auf dem Rückweg Streit über das Haus, Jup will sein Recht, wirft mir vor, daß ich als Jurist versagt hätte, weil ich das anders hätte einrichten müssen,

    ekelhaftes Gespräch, tat mir weh, dumme Eifelbauern-Rechthaberei. Mittags wieder zurück. Hänge in der Luft, wie eine Spinne; bist du ja, armer Teufel. Schöner Brief vom netten Friedensburg, der mich freute, Nachricht von dem Angriff auf Berlin.⁠ Der arme Jup,⁠ ist so nervös wie ich (meint er sei Oberrealschüler, ich Gymnasiast,⁠ sonderbare Dummheit, traurig). Schönes Mittagessen, gute Ente und eine Flasche Wein. Nachher geschlafen. Dann mit Duschka, Claire, Jup und Üssie zum Friedhof, über uns flogen Luftjäger, unmittelbar über dem Kopf, auf dem Friedhof. Herrlicher Abend. In Erwartung eines großen Angriffs auf Berlin. Zu Hause eine Flasche Doppelkorn ausgetrunken. Der gute Jup, um 12 ins Bett.

    Sonntag, 5/9 43. Nachts Traum von Torzsay-Biber, Hölderlin, dann Reise mit Leuten vom Auswärtigen Amt, Möbel und Akten werden verschickt. Müde, schönes Frühstück; herrlicher Spaziergang in der Sonne mit Jup, nachher Kersmecke, auf dem Rückweg Streit über das Haus, Jup will sein Recht, wirft mir …

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