Montag, 11. Oktober 1943

  • Tagebucheintrag, Buch 19618

    . Gut ausgeschlafen, Duschka schlief weiter, frühstückte und schrieb an Popitz (will Urlaub nehmen, wegen Budapest),⁠ langer Brief, brachte um 12 alles zum Kasten. Herrliche Sonne, sehr warm, über den Schützenweg und den Kamp zurück. Wieder im Mantel Duschkas. Aber da ist ja nichts los. Muß ich doch nach Berlin? Grauenhaft, diese Ungewissheit. Nach dem [Essen] schön geschlafen, nachher schauerlich Z; grauenhaft. Plötzlich Alarm, Erleichterung, aber schnell vorbei. Schönen Kaffee getrunken, Wut über die luftpolizeilichen Vorschriften. Armes Objekt der Begierde, du bist nur der Staatsphilosoph. Alles mußt du bezahlen, armer Teufel. Erschrecke über das herrliche Wetter. Mit Duschka zum Grab der Mutter spazieren. Schöner Abend, über den Graben, den Weg zum Bühl, der Mond ist bald voll; ich hielt meiner Frau eine Vorlesung über Sozialismus. Rührende Situation. Abends machte Duschka Eierkuchen, wir mußten eine Stunde warten, bis sie fertig war, der Opa stöhnte; grauenhaft, diese Unpünktlichkeit. Trank eine Flasche Rotwein und [bekam] bessere Laune, wir spielten noch Skat, um 11 ging ich zu Bett, Duschka schwatzte noch mit Üssie bis 1 Uhr nachts.

    Montag 11/10 43. Gut ausgeschlafen, Duschka schlief weiter, frühstückte und schrieb an Popitz (will Urlaub nehmen, wegen Budapest), langer Brief, brachte um 12 alles zum Kasten. Herrliche Sonne, sehr warm, über den Schützen weg und den Kamp zurück. Wieder im Mantel Duschkas. Aber da ist ja nichts los. …

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