Samstag, 4/12 43. Duschka ist die Nacht krank und stöhnend. Traurig um 9 aufgestanden, kaltes, wunderbares Wetter. Trank schon Kaffee, Claire sorgte für Duschka, das arme Ännchen blieb auch zu Hause. Ging zur Post und schickte den Brief an die Scheusale nach Wildungen ab. Bei Frau Pfeiffer, die Nachricht von Berlin hat, ihr Sohn lebt und macht eine Auslandsreise. Zu Hause etwas mit Duschka, über die Kriegsmaschine; die deutsche Verfassung steht im Führererlass [vom] 12/11 43 (Familienunternehmen Krupp; und Rangordnung kriegswichtigen Raumbedarfs). Wie berauscht von dem schönen Wetter, trotz der Fürchterlichkeit der Lage. Ohne Winterkleidung, die arme kranke Duschka. Nach dem Essen herrlicher Spaziergang zum Ibsenstein, zu Hause ausgeruht, um ½ 6 kam Jup aus Köln, zu unserer großen Freude. Wir machten
gleich einen Spaziergang zum Eschen. Aßen gut zu Abend und tranken Wein. Er sprach wundervoll, über Bosch (Der Heilige ist nicht so tief wie Der verlorene Sohn, der erkannt hat; oder über Jünger, der plötzlich gefühlvoll wird[)], sprachen mit Duschka, tranken am Kamin einige Flaschen Wein und gingen nach 12 ins Bett. Immer das Gefühl des letzten Mahls.