Montag, 17/5 43. Früh aufgestanden; eine Stelle Jerem. Den letzten Kaffee, mit der U-Bahn zum Bezirkskommando, schnell erledigt, mit Hoche telefoniert, für Donnerstag verabredet; offenbar freute er sich über meinen Anruf. Dann meine Vorlesung gehalten, nicht gut, aber es ging. Nachher eine Spanischstunde mit Alvares Prada, um 2 zum Rektor, nett, erinnerte mich an den alten Lamberts, sehr rheinischer Typ, alles schnell erledigt, mit dem Kurator noch über die Prüfung, die das Ministerium für bestanden erklärt. Dann zu Alfons Adams am Kronprinzenufer, er gefiel mir nicht; zu selbstgefällig, eingeweiht, schliekenfängerisch; aber er hilft mir anscheinend gut. Tief davon betroffen, daß die ganze Fakultät und die Rektoren nach Pressburg reisen, zu Tuka, um ihm den Doktorhut zu überbringen. Schieberei. Bedrückt und traurig nach Hause; aus der Reise nach Portugal wird nichts. Armes Mückchen. Zu Hause ausgeruht, um ½ 7 kam Schmoller, gleichzeitig Appel, der Französischstunde gab. Mit Schmoller über Wirtschaftsverwaltungsrecht, die Stellung der Verwaltung zwischen Partei und Polizei, die Wirtschaftsverwaltung und Selbstverwaltung. Sehr nett. Wir aßen mit Appel zusammen, Duschka war sehr verschwenderisch mit der letzten Wurst, tranken eine Flasche Rotwein, mir war Appel tief unsympathisch, wie all diese elsässischen , auf die kein Verlass ist. War todmüde und ging traurig um 10 zu Bett. Duschka hatte noch bis 11 Stunde. Lächerlich.
Montag, 17. Mai 1943
Tagebucheintrag, Buch 19618
Montag, 17/5 43. Früh aufgestanden; eine Stelle Jerem. Den letzten Kaffee, mit der U-Bahn zum Bezirkskommando, schnell erledigt, mit Hoche telefoniert, für Donnerstag verabredet; offenbar freute er sich über meinen Anruf. Dann meine Vorlesung gehalten, nicht gut, aber es ging. Nachher eine Spanischstunde mit Alvares Prada, um 2 …