Popitz rief an, wegen der Oper und wegen des Ermächtigungsgesetzes. Beim Reichsjustizprüfungsamt angerufen, daß ich Freitag nicht zur Prüfung kann. Nett mit Präsident Kurz gesprochen und die letzen Töne zusammengekratzt. Jetzt ist also wirklich Schluß.
Dienstag, 18/5 43. Salomo baut den Tempel. Nachts ejakuliert, wunderschön der Blick von Frau Corina Sombart. Sehr beglückt davon; Brief von Wieacker über Georgescu, der mich freute. Mit dem Reichsprüfungsamt telefoniert und für Freitag abgesagt; allmählig wird es ernst mit der spanischen Reise. Fuhr fröhlich zur Universität, nihilistische Fröhlichkeit. Traf Ritterbusch und sprach mit ihm über Hahn (wegen der Biographie, und über Rabl über den wir uns einig waren, daß er ein Windmacher ist), mit dem Spanier Alavarez Prada eine Stunde, nett, aber etwas langweilig, fand den Garcia besser und freute mich auf den Nachmittag. Hielt meine Vorlesung Verfassung gut, aber es geht zu langsam. Mit einem Holländer van Doyl, den ich um Walter Schätzels Buch aus dem Friedenspalast bat. Zu Hause freute sich Anima auf den Freischütz. Ich ruhte gut aus, Duschka wieder unpünktlich. Um ½ 5 gingen sie zur Oper. Ich wartete zu Hause auf den Ungar Karczay, der aber est um ¼ 6 kam. Nette Unterhaltung über Amtshaftung, er ist klug, erinnert mich etwas an Rabl; er blieb bis 8 Uhr. Garcia kam nicht; er hat abgesagt. Zu schade. Eigentlich hat er recht. Wunderschöner Abend. Wartete auf die Rückkehr Duschkas und Animas aus der Oper. Sie haben Klićković und Fräulein Petrović mitgenommen. Sie kamen um ½ 10, wir tranken noch 2 Flaschen Rotwein, unterhielten uns gut bis 11 Uhr über die Talsperren, die durch Fliegerangriffe zerstört sind.