Sonntag, 13. Juni 1943

Pfingstsonntag

  • Tagebucheintrag, Buch 19618

    . Todmüde, geschlafen bis ½ 10, Anima ist in der Kirche, Ohrensausen. Lud Weber-Schumburg für den Abend ein; Keiper rief an, hat einen Nachkommen von Stein entdeckt. Schrieb etwas Tagebuch, traurig und deprimiert. Keiper sah uns schon im Krieg mit Japan, als die einzige Lösung, China zusammengebrochen. Versuchte etwas zu arbeiten, trotz meines Ohrensausens. Nach dem Mittagessen geschlafen; Traum: Ich bin auf der Reise nach Tübingen, zu Heisenberg, unterwegs geht mein brauner Lederkoffer verloren, mit dem Manuskript meines Vortrags. Heisenberg hat schon telefoniert, aber der Koffer ist mir vorausgeschickt worden. Sonderbare Mischung aus den Erlebnissen der letzten Tage mit Tübingen, Heisenberg. Stand um 5 auf und fühlte mich ziemlich behaglich. Wartete auf Weber-Schumburg und Goruneanu. Goruneanu kam zuerst, wir machten einen Spaziergang durch den Park und philosophierten über Großraum; er schwärmt für die Amerikaner. Um ½ 8 kamen Weber-Schumburg und Kličković mit Fräulein Petrović. Wir aßen schön zu Abend, tranken 2 Flaschen Pfälzer und eine Flasche spanischen Rotwein, nachher noch spanischen Cognac; Goruneanu tat mir leid, weil er so traurig ist. Kličković war auch verzweifelt. So ein Dasein, dieses sogenannte Europa. Um 12 gingen sie; Goruneanu fuhr Weber-Schumburg zum Bahnhof Zoo. Ging todmüde zu Bett. Nachts Alarm, um 2 Uhr; ich schlief aber so fest, daß ich nicht dazukam, aufzustehen (sagte zu Duschka, die mich weckte: Was, in Madrid Alarm?). Popitz rief um 9 Uhr an und lud uns für Dienstag Abend ein.

    Pfingstsonntag, 13/6. Todmüde, geschlafen bis ½ 10, Anima ist in der Kirche, Ohrensausen. Lud Weber-Schumburg für den Abend ein; Keiper rief an, hat einen Nachkommen von Stein entdeckt. Schrieb etwas Tagebuch, traurig und deprimiert. Keiper sah uns schon im Krieg mit Japan, als die einzige Lösung, China zusammengebrochen. …

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