Samstag, 12/6. Todmüde geschlafen, bis ½ 11, immer noch müde; herumgelegen, an Bilfinger geschrieben (er hat wegen Lohmann einen schönen Brief geschrieben, ich erwähnte in der Antwort Patinir), Fraenger rief an, erzählte ihm, doch sind mir die Schwaben jetzt widerlich. Nach dem Essen geschlafen, aber gestört um 3 Uhr durch Rabl, scheußlich, ließ ihm sagen, daß er nächste Woche anrufen soll. Um 5 kam der Rumäne Cismigliu, sehr nette Unterhaltung, freute mich über diese Art Geistigkeit, er erzählte von den deutschen Hindernissen gegen meine Reise nach Rumänien, will nach Rostock, vom Skandal, den in Bukarest gehabt hat. Begleitete ihn zur U-Bahn. Dann müde herumgelegen, Ohrensausen, konnte nichts arbeiten, nicht den Bericht überlegen, traurig, deprimiert, erdrückt, von dem Gedanken an die der Spanier. Abends eine Flasche Rotwein, mit Anima unterhalten, über den Brief von Rosskopf geärgert (der das alles im Vergleich mit Konrad Weiss „belanglos“ nennt), traurig noch herumgelesen, schließlich zu Bett; oh Gott, die herrschen.
Samstag, 12. Juni 1943
Tagebucheintrag, Buch 19618
Samstag, 12/6. Todmüde geschlafen, bis ½ 11, immer noch müde; herumgelegen, an Bilfinger geschrieben (er hat wegen Lohmann einen schönen Brief geschrieben, ich erwähnte in der Antwort Patinir), Fraenger rief an, erzählte ihm, doch sind mir die Schwaben jetzt widerlich. Nach dem Essen geschlafen, aber gestört um 3 …