Donnerstag, 17. Juni 1943

Ein Eintrag an diesem Tag

  • Tagebucheintrag, Buch 19618

    . Traum: in Leipzig,⁠ der Stadt Freyers,⁠ an Buchhandlungen und an schönen Geschäften vorbei, man zeigt mir das Büchlein eines Schriftstellers namens Nachtschweiß; Ich denke Methode: Wer weiß, wie er wirklich heißt. (Am Morgen erinnerte ich mich stattdessen: Angstschweiß), welch eine Parodie auf mich selbst. Etwas ausgeruht, immer noch Ohrensausen, aber unternehmend, telefonierte Adams⁠ und Six.⁠ Hielt meine Vorlesung nett (über Gebietstheorien), in der Meinung, daß Heinz Popitz⁠ vielleicht dabei war. Fuhr mit der U-Bahn müde nach Hause zurück. Bescheiden zu Mittag, ausgeruht, Schneider⁠ rief an und kommt morgen, ziemlich frisch nachmittags auf Maiwald⁠ gewartet (er hat, ohne mir etwas zu sagen, bei Siebert⁠ seine Habilitationsschrift eingereicht),⁠⁠ mit Maiwald Kaffee getrunken, während Duschka⁠ mit Anima⁠ und Fräulein Petrović⁠ bei einer Serbin ist, wir unterhielten uns bis ½ 10, über seine Habilitationsschrift, ärgerte mich doch über seine Eigenmächtigkeit, gab ihm Ratschlag, zu Bruns⁠ zu gehen, dann sprachen wir noch über humanistische Bildung, Europa und Christentum usw. Er wird mir immer undurchsichtiger und ich möchte nichts mehr mit ihm zu tun haben. Um ½ 11 kam Duschka zurück, dann Klićković,⁠ aßen noch zu Abend, tranken Moselwein, den Fräulein Petrović besorgt hatte, um ½ 12 traurig ins Bett. Des Nachts Alarm, aber nicht aufgestanden; immerhin schlimm im besten Schlaf gestört.

    Donnerstag, 17/6 43. Traum: in Leipzig, der Stadt Freyers, an Buchhandlungen und an schönen Geschäften vorbei, man zeigt mir das Büchlein eines Schriftstellers namens Nachtschweiß; Ich denke Methode: Wer weiß, wie er wirklich heißt. (Am Morgen erinnerte ich mich stattdessen: Angstschweiß), welch eine Parodie auf mich …

    Eintrag im Buchkontext mit Annotationen lesen

    Genannte Entitäten

    Personen

    Orte