Dienstag, 20. Juli 1943

  • Tagebucheintrag, Buch 19618

    . Gut geschlafen, besser dran, ich darf eben keinen Wein trinken. Bereitete meine Vorlesung vor, sonderbare Freude, während eines solchen Kataklysmus. Haareschneiden. Vorlesung über Oberbefehl, Militärgerichtsbarkeit, aufmerksame Zuhörer. Nachher mit Hermann Walz über seine Dissertation,⁠ gab ihm eine Fotokopie von Dickinson über Personen?,⁠ er begleitete mich zur S-Bahn am Bristol⁠ und fuhr mit bis zum Potsdamer Platz; hat in der Bewegung einen Aufsatz über Großraum veröffentlicht.⁠ Zu Hause das Haus voll: die vielen Kinder und Tante Luise. Ich war ziemlich müde und einsam, schlief nachher gut, aber immer Ohrenzirpen. Wartete dann auf Rugina, der kam, netter Junge, Moldauer, erzählte von Nori Jonescu (der mir gleichen soll), Cantillons, und Martianu, von den Bolschwisten; wir tranken eine Tasse Kaffee, er blieb bis ½ 8; begleitete ihn bis an die Kirche, nachher im Lexikon gelesen, daß Ohrenklingen ein Zeichen von Alkoholvergiftung sein kann. Bezwang meine Lust nach Wein, trank nur Mineralwasser und ging früh zu Bett. Duschka wollte noch Wein trinken, mit Claire und Tante Luise, aber ich gab ihr keinen. Abends einsam zu Bett und Freyer über Geschichtsphilosophie⁠ gelesen. Mit Begeisterung die Stellen über die Ornamentierung der Geräte und daß die Sprache sich selber schmückt, indem sie lautet.⁠

    Dienstag, 20/7 43. Gut geschlafen, besser dran, ich darf eben keinen Wein trinken. Bereitete meine Vorlesung vor, sonderbare Freude, während eines solchen Kataklysmus. Haareschneiden. Vorlesung über Oberbefehl, Militärgerichtsbarkeit, aufmerksame Zuhörer. Nachher mit Hermann Walz über seine Dissertation, gab ihm eine Fotokopie von Dickinson über Personen Persien?, er …

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