Samstag, 31. Juli 1943

  • Tagebucheintrag, Buch 19618

    . Herzbeschwerden wegen des immer wieder unterbrochenen Schlafes. Die Zeitung hält die Fassade aufrecht. Die Unpünktlichkeit Duschkas, das Geschrei der Kinder, die entsetzliche Isoliertheit und Einsamkeit. Flucht zu Bonn, an den ich mich mit großer Dankbarkeit und Rührung erinnerte (nachdem ich den Aufsatz über die USA in einem Geschichtsbuch gelesen hatte).⁠ Wartete vergebens auf den Anruf. Da sitzest du nun, alter Sünder, armes Mückchen, und glaubtest, etwas zu sein. Der bloße Gedanke an diese Leute erstickt mich. Nicht einmal beschleunigter Widerwille. Der Nachläufer als Beschleuniger. Das herrliche Sommerwetter erinnerte mich an unsere Wanderung im Sauerland. Auch das ist also vorbei. Keine Nachricht von Jup, große Sorge. Las abends Leon Bloy Salutpar les juifs. Ergriff die Stelle über Sodom und Gomorrha, Gen. IX. Eine Flasche Rotwein, die kleine Üssie warf das letzte Glas um, gab ihr eine Ohrfeige, großes Geheul. Immer in Erwartung des Fliegerangriffs, der aber nicht kam. Damals war Helligkeit der Bote; ob dieses Mal wieder einer kommt?

    Samstag, 31/7 43. Herzbeschwerden wegen des immer wieder unterbrochenen Schlafes. Die Zeitung hält die Fassade aufrecht. Die Unpünktlichkeit Duschkas, das Geschrei der Kinder, die entsetzliche Isoliertheit und Einsamkeit. Flucht zu Bonn, an den ich mich mit großer Dankbarkeit und Rührung erinnerte (nachdem ich den Aufsatz über die …

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