Dienstag, 31/8 43. Vor dem Frühstück Spaziergang auf den Saley (Traum von: Franz Blei; Freyer und Hans Frank). Nach dem herrlichen Frühstück mit gutem Kaffee viele Briefe, besonders von Ernst Jünger, der mich außerordentlich freute (Fabre-Luce hat Benito Cereno zitiert!). So wirkt sich etwas aus; Jünger empfindet das als dienstlich an sich. Schrieb etwas, korrigierte den Nomos, las Briefe, besonders von Weber-Schumburg, lief zum Kasten am Bahnhof, zur Post, nach dem Essen wieder geschlafen, Kaffee getrunken, regnerisches Wetter, zwischendurch eine helle Stunde, fühlte mich physisch wohl, aber traurig, weil ich nicht aus meinem Trott herauskomme. Erschrak vor meinem Leben, Herr gib uns blöde Augen. Heute morgen bei Paul Ostermann in seiner Sparkasse, über mein Postscheckkonto gesprochen, war ganz überflüssig, dumm, schämte mich hinterher, weiß nicht was ich tue. Kein Fortschritt. Keines praktischen Gedankens fähig. Soll ich mich nicht an das Postgutachten machen? Abends wieder etwas korrigiert am Nomos, nach dem Essen mit dem Vater und Duschka Karten gespielt, dazu schlechten Rotwein getrunken. Dann furchtbare Angst, es kam Alarm, ging aber gleichgültig zu Bett und schlief.
Dienstag, 31. August 1943
Tagebucheintrag, Buch 19618
Dienstag, 31/8 43. Vor dem Frühstück Spaziergang auf den Saley (Traum von: Franz Blei; Freyer und Hans Frank). Nach dem herrlichen Frühstück mit gutem Kaffee viele Briefe, besonders von Ernst Jünger, der mich außerordentlich freute (Fabre-Luce hat Benito Cereno zitiert!). So wirkt sich etwas aus; …