Dienstag, 14. September 1943

  • Tagebucheintrag, Buch 19618

    . Es ging besser, aber ich muß nach Berlin. Traurig und deprimiert, Verhandlungen mit der Fahrgemeinschaft, entsetzlich; furchtbare Angst. Hatte mich schon für die Reise nach Siedlinghausen heute Mittag angezogen. Sehe die lächerliche Lage eines Menschen, der nach seinen Möbeln jagt. So endet es doch immer, trotz aller Tüchtigkeit Duschkas. Völlig wehrlos und zum Untergang verurteilt. Mit Jup Spaziergang, an der Sparkasse vorbei, über den Graben, bei Ostermann Bier getrunken, nach dem Essen wieder geschlafen, immer deprimiert. Um 4 mit Duschka zur Post und zur Sparkasse; bei Frau König noch ein sehr schöner Hut, das freute mich und tröstete mich; am Bahnhof Zigarre bei Frau Neuhausser,⁠ zu Hause schöner Kaffee, munter, einige Briefe geschrieben und Postkarten (an Bodin, den durchgefallenen Juristen; an Friedensburg, Gratulation zur Vermählung, Karten an Frau von Schnitzler, Paul Adams, Werner Weber), an Janssen nach Bremen, so schnell gerät man wieder in den Betrieb. Schäme dich, Schwätzer. Mit Jup noch zur Post, bei Ostermann ein helles Bier getrunken, Gespräch mit Karl Ostermann, der Finanzamtsvorsteher in Saybusch gewesen ist. Ein sympathischer Junge und seine westfälische Charakterfestigkeit. Zu Hause eingepackt, 30 Engländer sind hier , nach dem Essen hatte Ännchen Wacholder besorgt, den wir zusammen tranken, Aufstand in Jugoslawien. Duschka schrieb noch an Frau Hahm. Ging um 12 zu Bett und konnte nicht einschlafen. Traum von Popitz und den Sowjets.

    Dienstag 14/9 43. Es ging besser, aber ich muß nach Berlin. Traurig und deprimiert, Verhandlungen mit der Fahrgemeinschaft, entsetzlich; furchtbare Angst. Hatte mich schon für die Reise nach Siedlinghausen heute Mittag angezogen. Sehe die lächerliche Lage eines Menschen, der nach seinen Möbeln jagt. So endet es doch immer, trotz …

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