Samstag, 18. September 1943

  • Tagebucheintrag, Buch 19618

    . Todmüde um 8 aufgestanden, nicht ausgeschlafen, aber eine deprimierte Verbissenheit, wegen der Kisten mit telefoniert, sie wollen sie holen, warte auf den Anruf, mit Brandenburg telefoniert, mit dem Spediteur Eigler,⁠ der mich an die Bahn verweist. Traurig auf Telefongespräche gewartet, Frau Hahm rief ununterbrochen an. Kein Schlafwagen für Montag. Werner Weber schrieb und lädt mich nach Leipzig ein.⁠ Hatte Lust, über Leipzig nach Hagen zu fahren. Wartete 2 Stunden auf den Anruf der Transportleute wegen der Kisten, es stellte sich heraus, daß ich keine Schlafwagenkarte bekomme, allmählig entschlossen, trotzdem des Nachts zu fahren. Mit Popitz und Corrie zu Mittag gegessen, dann etwas geschlafen. Um 5 Tee und mit Oberbaurat Hodler zum Alten Krug, 2 Stunden lang 2 Kisten mit Büchern angefüllt, aber das ging zu langsam. Die Arbeit tat mir aber gut, die nette Unterhaltung mit Hodler (sein Vater war Zentrumsabgeordneter), die Nähe der katholischen Kirche, um ½ 8 fuhren wir nach Hause und aßen schön zu Abend mit Popitz, nachher bei einer Flasche Okfener noch ein schönes Gespräch (Popitz will seine Memoiren schreiben, erzählte von Erzberger, Brüning). Wartete, ob kein Alarm kommt, telefonierte um ½ 12 mit Cloppenburg, Anima war am Telefon, verliebt in diese Stimme und diese schnippige Mädchenhaftigkeit. Todmüde mit Popitz bis nach 12 gewartet, dann zu Bett. Popitz meinte, ich dürfte mich nicht beurlauben lassen, das wäre Waffenstreckung.

    Samstag 18/9 43. Todmüde um 8 aufgestanden, nicht ausgeschlafen, aber eine deprimierte Verbissenheit, wegen der Kisten mit telefoniert, sie wollen sie holen, warte auf den Anruf, mit Brandenburg telefoniert, mit dem Spediteur Eigler, der mich an die Bahn verweist. Traurig auf Telefongespräche gewartet, Frau Hahm rief ununterbrochen an. …

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