Dienstag, 21. September 1943

  • Tagebucheintrag, Buch 19618

    . Um 6 ¼ in Hagen, 7.12 weiter nach Plettenberg. An Duschka eine kurze Karte geschrieben. Es läutete, hielt das für den Angelus, es war aber nur das Läuten von Lokomotiven. Wieder in Westfalen. Wie lange noch (die letzten Wochen, wie Weber meinte), todmüde die Strecke nach Plettenberg heraufgefahren. Tief glücklich beim Anblick der Berge an der Lenne und der melancholischen Wälder. Kam ½ 9 in Plettenberg an, schleppte mit verbissenem Eifer meine beiden Koffer zum Brockhauser Weg, aß schön zu Frühstück, Kaffee, glücklich, wieder zu Hause zu sein. Keine besondere Post, nette Einladung von Frau von Schnitzler, für Oktober.⁠ Mit Jup geplaudert, die scheußliche Rede Churchills (erst 44 zu Ende), er ist doch nicht mehr als der Clemenceau des Britischen Weltreiches. Nach dem Mittagessen 3 Stunden geschlafen, zur Bahn, 3 Koffer sind angekommen, Spaziergang nach Böddinghausen und Papenkuhle, das herrliche Tal der Lenne von Bleiber bis zum Sundern, abends erst Moselwein, dann 2 Flaschen Rotwein (der gute Medem hat 2 Kisten geschickt), freute mich über Jup, bis 12 Uhr, zuviel Wein. Nicht an Popitz geschrieben. (Jup stellt einen Ackerer zur Rede, der ein Pferd schlug: Wenn das nicht pflügen kann, und doch er trieblahm und das Pferd wie Luft, ich sah, daß er mutiger ist als ich).

    21/9 43. Um 6 ¼ in Hagen, 7.12 weiter nach Plettenberg. An Duschka eine kurze Karte geschrieben. Es läutete, hielt das für den Angelus, es war aber nur das Läuten von Lokomotiven. Wieder in Westfalen. Wie lange noch (die letzten Wochen, wie Weber meinte), todmüde die …

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