Donnerstag 7/10. Traum: Tagung der Professoren der Rechtswissenschaft. Sehe Ritterbusch herumstreichen, gehe nicht in die Sitzung, hinterher und zwischendurch spreche ich aber mit einigen, ein besonders ekelhafter, kaltschnäuziger Hund und Lümmel ist dabei, man spricht vom Rechtsstaat, Positivismus usw. Nicht gut ausgeschlafen, aber schönes Frühstück, schrieb mein Gutachten über Egger fürs Reichserziehungsministerium, schöner Brief von Popitz, es freute mich, daß er meinen Aufsatz über Die letzte globale Linie mit Zustimmung gelesen hat. Nagelte 3 Kisten, zur Bahn, um die Züge nach Menden zu sehen, will morgen Adams besuchen, freute mich auf den Weg nach Küntrop. Schlief nach dem Essen, um ¼ 4 kam Ännchen und sagte mir, daß Emil Langenbach da ist und mich zum Spaziergang abholen will, er unterhielt sich nett mit dem Vater, wir gingen zum Ibsenstein, sehr nett unterhalten (über seine Reise nach Italien, sein Ohrenleiden[)], ich sagte ihm: hier mit der Außentruppe oben; das Kentern der Gesellschaft Deutschlands, wie er sich ausdrückte, Land und Meer, das ihm gut gefiel und auf das er immer wieder zurückkam, Bismarck und die Kleider, sehr sympathisch, lud ihn zum Rotwein ein, wir tranken eine Flasche zusammen, Duschka kam auch hinzu, entzückender Junge, mit seiner Unbefangenheit und Knabenhaftigkeit, um 7 1/4 ging er. Wir aßen zu Abend, tranken eine Flasche Moselwein dazu, spielten mit dem Vater Skat, ging um 11 ins Bett. Duschka hat den ganzen Tag gewaschen.
Donnerstag, 7. Oktober 1943
Tagebucheintrag, Buch 19618
Donnerstag 7/10. Traum: Tagung der Professoren der Rechtswissenschaft. Sehe Ritterbusch herumstreichen, gehe nicht in die Sitzung, hinterher und zwischendurch spreche ich aber mit einigen, ein besonders ekelhafter, kaltschnäuziger Hund und Lümmel ist dabei, man spricht vom Rechtsstaat, Positivismus usw. Nicht gut ausgeschlafen, aber schönes Frühstück, schrieb mein Gutachten …