Montag 18/10 43. Allmählig naht das Ende meiner eingelegten Idylle und Galgenfrist. Stand um 8 ¼ auf, um mit Üssie nach Hagen zu fahren. Ich hatte aber Bedenken, das Bild von Gilles selbst zu holen (vielleicht hat dieses Bild mir die Luftmine zugezogen). Üssie machte mir schönen Kaffee, ich begleitete sie zum Bahnhof, gab Einschreibebrief auf (an Adams mit meinem Paß, ein Paßport), traf Frau Pfeiffer, dann ein paar
Briefe geschrieben, über den Saley nach Plettenberg, um die Haare schneiden zu lassen, aber der Friseur hatte geschlossen. Rheumatischer oder Grippe-Schmerz im linken Hinterkopf. Mit der Kleinbahn um ¼ 12 nach Eiringhausen zurück, zum Mittagessen, Duschka ist aufgestanden, aber noch krank, Ännchen und Geschke furchtbar, Ännchen bat mich um ein ½ Lot Kaffee, ich fand das unverschämt, gab es ihr aber, ging voller Ärger zu Bett, ruhte etwas aus, aber immer noch eine Art Kopfkrampf, um 5 aufgestanden, grauenhaftes Klavierspiel den ganzen Nachmittag, die arme Duschka kam zurück aus Hagen, schwer beladen, Duschka wollte aufstehen. Üssie kam von Hagen zurück, wir tranken schönen Kaffee, der mich wieder munter machte, Üssie war lieb und sympathisch, nachmittags mit Duschka in Plettenberg, bei Geck, dem Schuster, in der Dunkelheit zurück. Der große Bär. Abends trank ich zum Abendessen die Flasche Rotwein zu Ende und ging früh zu Bett, während Duschka noch arbeitete.