Sonntag, 31. Oktober 1943

  • Tagebucheintrag, Buch 19618

    . Nachts Sausen der Flieger, Duschka hatte Halsschmerzen (Scharlach?), immer in extremis. Traum von Ritterbusch (um den ich mich vergebens bemühe). Um ½ 7 auf. Allmählig wieder Reisestimmung, alle Angst ist vergessen. So schnell geht das, Karlchen. Immer mehr Steinlein. Mit Üssie und Ännchen zur Bahn. In Plettenberg klappte alles, prachtvoller Herbstmorgen, in dieser See-Landschaft. Fühlte mich als Steinlein, scheußlich, dieses scheele Aufmischen, unterschiedslose Promiskuität. Die Reise nach Hagen mit Üssie; in Hagen kam Claire und hatte uns schon Plätze von Köln her verwahrt. So ging die Reise gut, Duschka in der Ecke, sie schlief den ganzen Nachmittag, traurige Reise, neben mir ein Rheinländer nach Königsberg, der Angst vor Berlin hatte, ein Kölner Intellektueller, verliebt in seine Frau usw. Müde in Berlin angekommen, der gute Serbe Novákov holte uns ab, aber das alles geht zu Ende, brachte unser Gepäck zu Popitz. Dort konnte ich mich vor Müdigkeit kaum aufrecht halten. Also wieder im Krematorium. Hatte das Zimmer von Hans, während Duschka in meinem früheren Zimmer war, wir aßen schön zu Abend (habe eine kalte Ente und eine Flasche Wein mitgebracht), Herr Hodler kam etwas später. Unterhielten uns über die neue Wohnung. Ich war aber so müde, daß ich kaum aufrecht bleiben konnte, immer Angst vor Alarm, der aber glücklicherweise nicht kam. Um 11 zu Bett.

    Sonntag, 31/10 43. Nachts Sausen der Flieger, Duschka hatte Halsschmerzen (Scharlach?), immer in extremis. Traum von Ritterbusch (um den ich mich vergebens bemühe). Um ½ 7 auf. Allmählig wieder Reisestimmung, alle Angst ist vergessen. So schnell geht das, Karlchen. Immer mehr Steinlein. Mit Üssie und Ännchen zur Bahn. In …

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