Montag, 1/11 43. Um ½ 8 aufgestanden. Den Drachen der Schlafsucht bezwungen, aber er weiß sich zu rächen und einen zu fassen. Heftige Neurose wegen Frau und Kind. Im Krematorium. Um 9 mit Duschka und Hodler das Haus in der Harderslebener Straße besehen, sehr hübsch, erst entzückt, allmählig merkte ich, daß der Vermieter Ellermann ein Schlaumeier ist, im Stil von Smend. Fuhr zur Universität, im Dekanat, Vorlesungen vertagt, zum Amtsmann des Kurators, alles schnell und ziemlich glatt erledigt. Wartete, bis es 1 Uhr war; besah die erbeuteten Geschütze am Heldenmal, holte Popitz ab und fuhr mit ihm zur Brentanostraße, zu Mittag gegessen, bei Duschka im Zimmer geschlafen, todmüde, um ½ 5 kam Medem, Popitz trank mit uns Tee, nette Unterhaltung mit dem lieben Medem, der einen Vortrag in Krakau haben wollte. In meiner Schwäche sagte ich für Januar zu. Begleitete ihn noch zur U-Bahn, wieder zurück, ½ 6 der Bürgermeister Sudhof Groß, der mir hilft, abends allein mit Popitz, Duschka und Corrie, zu Abend gegessen, noch bis ½ 12 gesessen, Gumpoldskirchner getrunken, ich wurde dadurch wieder etwas munter, im Büro fast umgefallen vor Müdigkeit. Um 12 ins Bett. Zum Glück kein Alarm.
Montag, 1. November 1943
Tagebucheintrag, Buch 19618
Montag, 1/11 43. Um ½ 8 aufgestanden. Den Drachen der Schlafsucht bezwungen, aber er weiß sich zu rächen und einen zu fassen. Heftige Neurose wegen Frau und Kind. Im Krematorium. Um 9 mit Duschka und Hodler das Haus in der Harderslebener Straße besehen, sehr hübsch, erst entzückt, allmählig merkte …
Eintrag im Buchkontext mit Annotationen lesen
Genannte Entitäten
Personen
- Cornelia Schulz-Popitz (?-5.9.1987)
- Duška Schmitt (1903-3.12.1950)
- Eberhard Medem (29.12.1913-19.1.1993)
- Johannes Popitz (2.12.1884-2.2.1945)
- Karl Büchsel (18.2.1885-23.12.1965)
- N. N.
- Otto Hodler (9.4.1901-10.9.1990)
- Rudolf Smend (15.1.1882-5.7.1975)
- Rudolf Suthoff-Groß (7.7.1894-?)
Orte