Donnerstag, 4/11 43. Schon um ½ 8 auf, schnell angezogen, Brief an Hans Popitz geschrieben, mit Popitz zur Stadt. Beim Kultusminister, der meine Manuskripte einsiegelte, telefonierte (an Fraenger, der in Nauen ist, an Körnchen, wegen Schlafwagen usw.), sah Gieseke und Groh, die beiden betrachteten mich wie ein Gespenst, einen revenant. Das bist du ja auch. Leidensmiene. Zur Dresdner [Bank], Lichterfelde West, die Devisen geholt, mit dem Autobus die gewohnte Strecke, nach Dahlem zurück. Beim Pfarrer Gebhardt, der sehr nett war (sie haben in Franke einen großen Verehrer), um 1 wieder zu Hause. Also heute Nachmittag, zwischendurch momentweise das angenehme Gefühl, Namenstag zu haben. Um 5 kam Rugina, brachte 2 Flaschen Cotnari, ein Stück Speck von seiner Mutter, trank mit uns Tee. Ich war tief gerührt. Wir fuhren um 5 zum Bahnhof Zoo mit dem Wagen des Ministers, ich hing im Speisewagen, früh zu Bett. Trank eine Flasche Rotwein, die der Kellner hatte, erst große Lust nach Cotnari, die ich überwinden mußte. Im übrigen schöne und bequeme Reise.
Donnerstag, 4. November 1943
Tagebucheintrag, Buch 19618
Donnerstag, 4/11 43. Schon um ½ 8 auf, schnell angezogen, Brief an Hans Popitz geschrieben, mit Popitz zur Stadt. Beim Kultusminister, der meine Manuskripte einsiegelte, telefonierte (an Fraenger, der in Nauen ist, an Körnchen, wegen Schlafwagen usw.), sah Gieseke und Groh, die beiden betrachteten mich …
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Genannte Entitäten
Personen
- Anghel N. Rugina (1913-?)
- Bernhard Rust (30.9.1883-8.5.1945)
- Franke
- Hans Körnchen (1887-1944)
- Hans Popitz (?-1945)
- Hermann Gebhardt (1893-1956)
- Johannes Popitz (2.12.1884-2.2.1945)
- Paul Gieseke (5.5.1888-31.10.1967)
- Wilhelm Fraenger (5.6.1890-19.2.1964)
- Wilhelm Groh (13.8.1890-15.1.1964)
Orte