Samstag, 20/11 43. Bis ½ 12 im Bett, wieder völlig munter und gesund, aber ich kann nicht arbeiten. Las meine Briefe, war über den von Emmi Achterrath gerührt, tat nichts für meinen Vortrag in Lissabon, wieder in der sonderbaren Sicherheit, die mir die Rückkehr an die Lenne gibt. Schlechtes Mittagessen, nachher unbeschreiblich schöner Spaziergang über den Saley, Basaltgrube (hier Selbstmord), nach Hause zurück. Blick auf den Eschen, die herrlichen Wälder, das Waldlied von Lenau, die mit Schnee bedeckten, weißen Wiesen auf der Wibbecke und dem Lenscheid, Adventstimmung des Waldes. Sehr glücklich. Um 4 zu Hause ausgeruht, etwas geschlafen, Jup erwartet, der aber um 5 noch nicht kam. An die Bahn. Um 6 nochmals gewartet. Duschka kochte. Schöner Abend, wieder das Patinirblau des sauerländischen Abends, um 7 kam Jup, wir aßen sehr schön (Gänsebrust), tranken Wein und Barack, Jup war wieder wunderbar in seinem ungebrochenen Rationalismus, aber der Krieg dauert doch noch länger. Nach dem Essen saßen wir am Kamin, Ännchen (der ich vor dem Essen einen Barack gegeben hatte) hatte Kopfschmerzen, weil sie es nicht bei uns aushält. Wir erzählten uns bis 1 Uhr, in dem Gefühl, daß man nicht weiß, ob man sich wiedersieht. Die gute Claire sorgte rührend für alles.
Samstag, 20. November 1943
Tagebucheintrag, Buch 19618
Samstag, 20/11 43. Bis ½ 12 im Bett, wieder völlig munter und gesund, aber ich kann nicht arbeiten. Las meine Briefe, war über den von Emmi Achterrath gerührt, tat nichts für meinen Vortrag in Lissabon, wieder in der sonderbaren Sicherheit, die mir die Rückkehr an die Lenne gibt. Schlechtes …