Dienstag, 7/12 43. Schlecht geschlafen. Traum, den ich vergessen habe, aber besonders deutlich Angst vor der Eisenbahn. Mit Ännchen in der Küche gefrühstückt. Duschka eine Tasse Kaffee gemacht. Mehrere Briefe geschrieben, aber keine Nachricht von der Universität. Nach dem Essen (in der Küche mit Ännchen und dem Vater) nach Plettenberg gegangen, über den Hang des Saley; über den Wall, beim Friseur, der aber geschlossen hat, zur Firma Gesenkbau Biecker, dort Herr Sautter, der mir den Fernschreiber zur Verfügung stellte, höchstinteressante Situation, wollte an Gramsch über den Vierjahresplan schreiben, die Leitung war aber gestört, dann schrieben wir über das Auswärtige Amt an [den] Austauschdienst (Adams), bin gespannt, was das gibt. Angeregt weitergegangen, zum Lehrer Schöler, in der Schule Holthausen, sympathischer, alter Mann, Siegerländer, erzählte von seinen eigenen Erweckungen, irreal, rührendes protestantisches Vertrauen. Leiden und Zurücksetzen (er wurde einige Jahre lang nicht Hauptlehrer). Gegensätze zur Kirche, Psalm 113; Jesaja Jeder Waffe, die wider dich ist, soll es nicht gelingen, von anderer Seite schicken, fragte ihn schließlich nach dem κατεχων (das ist die Gemeinde der Heiligen). Um 6 mit der Kleinbahn zurück, nicht gerade befriedigt, aber doch eine Begegnung (wie anders der P. Schütz in Budapest), wohin gehöre ich nun? Zu Hause stand Duschka auf zum Essen, Fräulein Schneiders war wieder da und wollte offenbar zu uns zurück, davon angeekelt, trank beim Essen keinen Wein, sondern erst nachher, als die Damen weg waren. Spielte mit dem Vater Skat, Duschka auch, sehr nett, las noch etwas Poe
und ging um ½ 12 zu Bett, nachdem ich Duschka noch das heiße Wasser für Inhalieren geholt hatte.