Dienstag, 28. Dezember 1943

  • Tagebucheintrag, Buch 19618

    Dienstag, 28/12 43. Um ½ 9 aufgestanden, um nach Altena zu fahren. Einige Hindernisse (zu spät Kaffee, der Zug fuhr ein, als ich noch nicht am Bahnhof war. Heftige Schmerzen im rechten Oberarm). Trotzdem nach Altena, um ½ 11 dort angekommen, gleich zum Betriebsamt, Sachbearbeiter Hafel, bescheidener Mann, war offenbar froh, daß alles so glatt und harmlos abging, ich auch, einigte mich mit ihm, bezahlte, wird meine Zurückweisung schreiben, glücklich, das erledigt zu haben. Fuhr erleichtert nach Hause zurück und war schon um ½ 12 wieder in Plettenberg. Sagte Duschka nichts von der Sache, sie ist noch zu Bett; auch Ännchen. Nach dem Essen 2 Stunden über den Ibsenstein auf die Höhe des Saley, im tiefsten Weihnachtsnebel, wunderschöne Stille und Erwartung, aber heftige Schmerzen im Arm. Angst vor Berlin, Anima ging leider nicht mit. Sie klimpert herum, ist aber sehr lieb und nett. Wir gingen zur Post, dann Kaffee getrunken, auf dem Sofa ausgeruht, heftigen Ischias bekommen, konnte mich aber noch bewegen. Zum Abendessen kein Glas Wein, mit dem Vater Skat gespielt, früh zu Bett, eine ungarische Geschichte gelesen, traurig und verzweifelt. Duschka scheint es besser zu gehen, sie hat kein Fieber mehr.

    . Der Über-Mensch ist der, der über-lebt, und soll nicht sterben[:] sur-vival, sur-vivre, sur-réalisme über-lebe oder vernichte; wie einfach und klar sind die Worte, welche Dunstwolke von Ablenkungen ist um sie gebreitet!

    Dienstag, 28/12 43. Um ½ 9 aufgestanden, um nach Altena zu fahren. Einige Hindernisse (zu spät Kaffee, der Zug fuhr ein, als ich noch nicht am Bahnhof war. Heftige Schmerzen im rechten Oberarm). Trotzdem nach Altena, um ½ 11 dort angekommen, gleich zum Betriebsamt, Sachbearbeiter Hafel, bescheidener Mann, …

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