Sonntag, 2/1 44. Bis ½ 12 im Bett, immer Behinderung des rechten Arms. Was soll ich mit Berlin machen? Behaglich angezogen und Kaffee getrunken, endlich wieder einen Augenblick am Schreibtisch. Der Sekunde überlassen. Duschka hat kein Fieber mehr und stand auf. Freute mich, im refugium einige Notizen zu machen. Nach dem Mittagessen (dicke Bohnen) geschlafen, immer schlafsüchtig, Angst vor der Reise, um 4 zu Frau Pfeiffer, die ich aber nicht zu Hause traf, zu Sautter; wegen eines Fernschreibens an Sogemeier, ob ich bei Popitz ankommen kann, am Mittwoch, froh, das erledigt
zu haben, wieder zu Hause, herumgelesen, Prokosch 7 auf der Flucht, schablonenhaft, manches interessant, besonders über die Russen; ergriffen von Bruno Bauers Ausführungen über die Russen, aber doch auch wieder mißtrauisch, vieles ist doch scheußlichste Oberlehrerei, nach dem Abendessen mit dem Vater und Duschka Skat gespielt, Ännchen hat die letzte Flasche Wein gestiftet, wer weiß, was kommt, müde und resigniert ins Bett, immer noch Bauer gelesen, ungleich und doch nicht ganz hasenrein. Viel nachgedacht über meine Berliner Studienzeiten, wie traurig war das alles, und daraus hat mich Gott herausgeführt!