Mittwoch, 31. März 1943

  • Tagebucheintrag, Buch 19618

    . 2 Kö 11.14:⁠ (Und Uriah baute einen Altar).⁠ Empfand das als eine Aufforderung der Mutter. ¼ 7 gingen wir zur Kirche und hörten das Requiem für die Mutter, das schöne Dies irae und Miserere, nahm mir vor, alles Polemische abzustreifen (empfand, daß im gregorianischen Gesang mehr Musik ist als im Kunst-Gesang; Fluch über Kunst und Kultur). Nachher geschlafen, mittags 12 kamen Johanna, Major Heiber und Luischen. Gerührt. Der brave Major Heiber.⁠ Heftiger Wind und Regen, das Sauerland als der Übergang und Grenzscheide von Land und Meer. Freute mich dieser Entdeckung.⁠ Der liebe Jup mit seinen ironischen Bemerkungen. Die gute Mutter. Wie ein junges Mädchen, der Tod als Erlöser, die Jungfräulichkeit, die der Tod bewirkt. 3 Uhr Beerdigung der Mutter, großer Leichenzug, viele Kränze, der Regen hörte auf, aber heftiger Wind. Schöne, würdige Leichenfeier. Nachher Kaffee getrunken und schön mit Luischen und Johanna. Heiber überaus sympathisch. Erzählte die Geschichte von Eltz von Rübenach. Um 6.50 begleitete ich sie zum Bahnhof. Jup dachte: Man kann ebenso gut hinter einer leeren Puppe hergehen. Abends mit dem Vater im Musikzimmer, 1 Flasche Moselwein, dann etwas Münsterländer Korn; der Vater behaglich unter den Seinen; hat vielleicht Angst vor der Einsamkeit.

    Mittwoch, 31/3 43. 2 Kö 11.14: (Und Uriah baute einen Altar Und Uria, der Priester, baute einen Altar, und machte ihn, wie der König Ahas zu ihm gesandt hatte von Damsakus, bis der König von Ahas von Damaskus kam.). Empfand das als eine Aufforderung der Mutter. …

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