Donnerstag 1/4 43. 1 Ko 6,7 (Es ist schon ein Fehler, wenn ihr miteinander rechtet; warum lasst ihr euch nicht lieber Unrecht tun). Gut ausgeschlafen bis ½ 11, schön gefrühstückt; Schock als ich hörte, daß Ännchen Anima nicht im Haus haben will. Wie traurig ist das. Konnte aber nicht mit ihr sprechen. Es hat wohl auch keinen Zweck. Freute mich über Jup, über die Weltlage gesprochen, lieber Junge. Ich ging nach Plettenberg spazieren. An der evangelischen Kirche und Klumpe vorbei. ½ 7 zu Mittag gegessen, Jup Krach mit Ännchen (die von Klara-Luischen verlangt hatte, daß sie den Rektor bittet, den Kindern mitzuteilen, daß der Musikunterricht ausfällt). Mit Jup zur Bahn, der Zug fuhr später, wir tranken ein Glas Bier, traurig. Ich fuhr mit Jup nach Attendorn; dann zu Fuß nach Heggen; den alten Weg, in Heggen auf den Zug gewartet. Die Furcht fällt ab, die Umwelt verwandelt sich, erkenne meine Nichtigkeit, meine lächerliche Abhängigkeit vom Eindruck auf die Menschen. Fragte Jup, wo die Freiheit besser aufgehoben: Im universalen Weltreich, oder in einem der 4-5 Großräume. Er meinte auch, im Weltreich. Sein Bedürfnis sich zu verdrücken (auf der Bahn zwischen Finnentrop und Olpe 3. Klasse war man in Sicherheit).
Kindischer Trost. Die Mutter will ein Zeichen geben. Wie die schöne Stille am großen Meer vom Farbenbogen. Heute morgen wollte ich Jup mein Testament mitteilen: Er fand, daß die Liste zu schmal war -; er lachte zerstreut und drehte am Sender. Bei Frau Pfeiffer vorbei, aber nur Annemann getroffen. Zuhause erzählte der Vater von der Firma. Wie ein ahnungsloser Schmetterling bin ich durch diese kapitalistischen Zeiten geflogen. Die beruhigende Wirkung Duschkas. Abends noch das Geld der Mutter gezählt, zu viert. Schlecht geschlafen (Herzbeschwerden, war der Weg nach Heggen zu anstrengend?).