Samstag, 19/6 43. Nach dem Frühstück kam Klićković mit seiner Braut, wir gingen um ¼ nach 10 zum Standesamt Faradayweg, Ziviltrauung mit der üblichen Inhaltslosigkeit, rührender Standesbeamter, in einer wahrscheinlich früher jüdischen Villa. Zu Hause Kaffee und Schnaps, dann im Regen mit der S-Bahn zum Bistro, dort ein schönes Mittagessen, mit Retcic, dem Chef von Klićković; er erinnerte mich an Frank (das muß wohl ein verbreiteter Typus sein). Schönen Wachenheimer getrunken, keine Tischrede, todmüde, furchtbare Depressionen, erdrückt von dem Serbentum Duschkas, um ½ 4 zu Hause, 3 Stunden im Bett. Um 7 etwas erleichtert aufgestanden. Der Aufsatz für die Marine-Rundschau bedrückt mich etwas. Abends nichts mehr getrunken, mit Anima geplaudert. Duschka kam um ½ 10 und aß und trank gut. Sie denkt nur an die serbische Hochzeit. Ich ging traurig zu Bett. Ein Paket aus Agram soll abgeholt werden, Duschka ist überzeugt, daß ein Sprengstoff darin ist.
Samstag, 19. Juni 1943
Tagebucheintrag, Buch 19618
Samstag, 19/6 43. Nach dem Frühstück kam Klićković mit seiner Braut, wir gingen um ¼ nach 10 zum Standesamt Faradayweg, Ziviltrauung mit der üblichen Inhaltslosigkeit, rührender Standesbeamter, in einer wahrscheinlich früher jüdischen Villa. Zu Hause Kaffee und Schnaps, dann im Regen mit der S-Bahn zum Bistro, dort ein …