Freitag, 27. August 1943

  • Tagebucheintrag, Buch 19618

    . Um 6 auf, zur Heimat für die gute Oma, mit Duschka, Ännchen, Üssie. Gerührt und gestärkt. Das ist also mein Leben gewesen, traurig an meine lächerlichen Einbildungen gedacht, meiner Jugendzeit, wie häßlich war das alles, was ich mir geleistet habe; läßt es sich abstoßen ohne daß ich überhaupt aufhöre zu existieren? Kaum bin ich erholt und ausgeschlafen, gerate ich schon wieder in diese subalterne Aktivität. Herrliches sauerländisches Wetter, Nebel, der sich aufklärt im Wind. Vormittags Briefe geschrieben, mittags an die Bahn geschrieben, Üssie begleitet, noch etwas auf dem Graben, Emil Langenbach am Bahnhof getroffen, er reist nach Italien mit Paul Kaiser,⁠ wartet auf das Wunder,⁠ Telegramm von Frau Hahm, wegen der Bergung der Sachen, wir sollen womöglich zurück, scheußlich. Ein Glas Bier bei Gerke. Geschlafen bis 5, herumgeschwatzt, es regnete, um 6 nach Berlin telefoniert, von Frau Zübers,⁠ an Frau Hahm. Nach dem Abendessen im Musikzimmer bei Ännchen, die sich kriegswichtig machte, mit dem schweigenden Opa, abends um 11 traurig zu Bett. Kein Wein. Das Buch von Frau Ludendorff (1. Frau) gelesen.

    Freitag, 27/8 43. Um 6 auf, zur Heimat für die gute Oma, mit Duschka, Ännchen, Üssie. Gerührt und gestärkt. Das ist also mein Leben gewesen, traurig an meine lächerlichen Einbildungen gedacht, meiner Jugendzeit, wie häßlich war das alles, was ich mir geleistet habe; läßt es …

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