Sonntag, 29. August 1943

  • Tagebucheintrag, Buch 19618

    . Bis 10 im Bett, todmüde, deprimiert, Duschka gut ausgeschlafen, sucht Möbelwagen. Brief von Weber-Schumburg, wieder ein Telegramm von Frau Hahm, sonst noch keine Korrespondenz. Herrlicher Kaffee zum Frühstück, mit Üssie zum Friedhof, im Regen, am Grab der Mutter, nicht bei Otto Schmitt vorbei, erschöpft und ganz Z. Grauenhaftes Klavierspiel den ganzen Tag, werktags und sonntags, Tonleiter und Geklimper, die Musik-Hölle von Bosch, Gehör-Martern, die raffinierteste Quälerei. Nachmittags schön Tee getrunken und Kuchen gegessen, mit Üssie über Ännchen geärgert, die jeden Versuch eines Gesprächs ablehnte und zu Winter ging oder Klavier spielte. Abendessen ohne Wein, im Musikzimmer gesessen, auf Ännchen gewartet, alles traurig und deprimierend. Um 12 ins Bett. Ännchen bot mir eine Flasche schlechten Rotwein als Tausch gegen Kaffee an.

    Sonntag, 29/8 43. Bis 10 im Bett, todmüde, deprimiert, Duschka gut ausgeschlafen, sucht Möbelwagen. Brief von Weber-Schumburg, wieder ein Telegramm von Frau Hahm, sonst noch keine Korrespondenz. Herrlicher Kaffee zum Frühstück, mit Üssie zum Friedhof, im Regen, am Grab der Mutter, nicht bei Otto Schmitt vorbei, …

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