Sonntag 26/9 43. Bis 9 im Bett, herrlich geschlafen, aber was soll mir diese Erholung und Kraft, ich hänge ja doch sozial in der Luft. Mit Schreck an den Winter gedacht. Es ist kalt, die Heizung wurde schon angemacht. Schönes Frühstück mit Kaffee, sehr behaglich an dem Nomos herumkorrigiert, der mir allmählig gefällt (ist wohl nur ein Zeichen meiner guten Erholung!). Schöner Brief von Friedensburg aus Freiburg, der mir gefiel und seine Dissertation bald schicken will. Mit Üssie auf den Evangelischen Friedhof, Grab von Otto Kaiser. Nach dem Mittagessen geschlafen, schöner Kaffee und Kuchen, Spaziergang über den Eschen an den Nordwestabhang des Saley, Flugzeuge gehört, Einsamkeit. Zu Hause war Josef Schröder, trank mit ihm ein Glas Rotwein und ließ ihn erzählen, rührender Mann. Zum Essen Rotwein, Ännchen und Fräulein Geschke kamen zu spät, waren den ganzen Nachmittag weg gewesen, jetzt verstehe ich die Verlassenheit der armen Mutter bei diesen ekelhaften Tunten, Ännchen hat bei Schranz in Siedlinghausen angefragt, ich will Dienstag reisen. Spielte mit dem Vater Skat, die gute Duschka ist entzückend, tut mir aber leid unter den meckrigen Motten wie Geschke und Ännchen. Hörte noch einen Schwätzer. Trotz der Erkältung frisch und erholt ins Bett.
Sonntag, 26. September 1943
Tagebucheintrag, Buch 19618
Sonntag 26/9 43. Bis 9 im Bett, herrlich geschlafen, aber was soll mir diese Erholung und Kraft, ich hänge ja doch sozial in der Luft. Mit Schreck an den Winter gedacht. Es ist kalt, die Heizung wurde schon angemacht. Schönes Frühstück mit Kaffee, sehr behaglich an dem Nomos herumkorrigiert, …