Montag, 10. Januar 1944

Ein Eintrag an diesem Tag

  • Tagebucheintrag, Buch 19618

    . Bis 8 geschlafen, aber mit Unterbrechungen, Kopfschmerzen, Angst, rasierte mich, wieder zu Bett, schlief wieder ein, das tat mir gut. Um ½ 10 rief Mutius⁠ an, war darüber sehr glücklich und verabredete mich für morgen. Freute mich über Duschka⁠ und Claire,⁠ die sehr unternehmend waren. Nettes Frühstück mit dem, was die beiden sich mitgebracht hatten, begleitete sie zum Bahnhof Steglitz,⁠ überfüllte Stadtbahn, in der Universität⁠ mit Fräulein Mache, Siebert,⁠ nett gesprochen, glücklich, wieder im Geschirr zu sein, traf den jungen Rothacker,⁠ der Wasse⁠ besucht hat, hielt meine Vorlesung zu eifrig. Erzählte von dem Fall in Finnentrop-Altena, sehr nett. Schnell zum Finanzministerium,⁠ auf Popitz⁠ gewartet. Traf Hassel,⁠ der ihn besuchte, und ich sprach nett mit ihm (sein Aufsatz Untergang des Abendlandes⁠ schon überholt), erklärt, das Buch nicht zu lesen.⁠⁠ Fuhr mit Popitz nach Hause, nett unterhalten beim Mittagessen, dann geschlafen bis 5, Tee getrunken, auf Duschka gewartet, sie kam um 6, mit Claire, und war sehr zufrieden, Anni⁠ war gekommen, morgen wollen sie schon in Schlachtensee übernachten. Ich war darüber sehr glücklich, trotz der Sorge wegen der Müller-Albrecht.⁠ Wir aßen zu Abend, die beiden Damen gingen früh zu Bett. Ich trank mit Popitz eine Flasche Hochheimer, sprach über

    (Mutius⁠⁠ hatte gesagt, der Arbeiter⁠ Jüngers ist ein Berliner, anderweitig gibt es ihn gar nicht). Ging zufrieden ins Bett.

    Er definiert immer in Verallgemeinerungen, begrifflich-scholastisch. Um 12 zu Bett.

    Montag, 10/1 44. Bis 8 geschlafen, aber mit Unterbrechungen, Kopfschmerzen, Angst, rasierte mich, wieder zu Bett, schlief wieder ein, das tat mir gut. Um ½ 10 rief Mutius an, war darüber sehr glücklich und verabredete mich für morgen. Freute mich über Duschka und Claire, die sehr unternehmend waren. …

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