Montag, 10/1 44. Bis 8 geschlafen, aber mit Unterbrechungen, Kopfschmerzen, Angst, rasierte mich, wieder zu Bett, schlief wieder ein, das tat mir gut. Um ½ 10 rief Mutius an, war darüber sehr glücklich und verabredete mich für morgen. Freute mich über Duschka und Claire, die sehr unternehmend waren. Nettes Frühstück mit dem, was die beiden sich mitgebracht hatten, begleitete sie zum Bahnhof Steglitz, überfüllte Stadtbahn, in der Universität mit Fräulein Mache, Siebert, nett gesprochen, glücklich, wieder im Geschirr zu sein, traf den jungen Rothacker, der Wasse besucht hat, hielt meine Vorlesung zu eifrig. Erzählte von dem Fall in Finnentrop-Altena, sehr nett. Schnell zum Finanzministerium, auf Popitz gewartet. Traf Hassel, der ihn besuchte, und ich sprach nett mit ihm (sein Aufsatz Untergang des Abendlandes schon überholt), erklärt, das Buch nicht zu lesen. Fuhr mit Popitz nach Hause, nett unterhalten beim Mittagessen, dann geschlafen bis 5, Tee getrunken, auf Duschka gewartet, sie kam um 6, mit Claire, und war sehr zufrieden, Anni war gekommen, morgen wollen sie schon in Schlachtensee übernachten. Ich war darüber sehr glücklich, trotz der Sorge wegen der Müller-Albrecht. Wir aßen zu Abend, die beiden Damen gingen früh zu Bett. Ich trank mit Popitz eine Flasche Hochheimer, sprach über
(Mutius hatte gesagt, der Arbeiter Jüngers ist ein Berliner, anderweitig gibt es ihn gar nicht). Ging zufrieden ins Bett.
Er definiert immer in Verallgemeinerungen, begrifflich-scholastisch. Um 12 zu Bett.